Sonntag, 15. November 2009

Sie haben alle zu viel Zeit. Sie glauben, dass sie 1000 Jahre alt werden. Darum warten sie. Doch auf was wartet ihr? Warum sagt ihr Nein? Wenn ein Ja eure Zeit versüßen würde. Glaubt ihr wirklich, das euer warten das Leben besser macht? Auf was wartet ihr? Wartet ihr noch länger, werdet ihr alt und faltig, dann gibt es nichts mehr, worauf ihr noch warten könnt. Außer auf den Tod. Wartet ihr jetzt schon auf ihn, damit ihr nicht leben müsst. So lasst ihr eure Zeit verstreichen, tatenlos, lebenslos, liebeslos…
Wenn jemand zur Tat schreitet, bekommt ihr Angst. Doch wovor? Habt ihr Angst vor dem Leben, vor dem, wovon ihr so viel redet? Redet ihr deswegen so viel davon, weil ihr in eurem Herzen wisst, dass ihr nicht lebt sondern nur wartet? Lasst ihr Euch deswegen so gerne die Tür zum Leben zeigen, damit ihr sie nicht durchschreitet um Euch selbst weh zu tun, weil ihr dann jeden Tag aufs neue fühlt, wie leblos ihr seid? Badet ihr in Eurem Schmerz, nie gelebt zu haben? Tut euch das gut? Ich werde jedenfalls nicht mehr warten. Ich werde leben, auch ohne Euch. Denn ich weiß, dass meine Zeit begrenzt ist. Ich verschwende sie nicht länger an Euch Scheintote. Denn ihr seid tot…
Ich gehe jetzt biken. Das ist Leben, wovon ihr nichts wisst. Gebrochene Knochen sind mir lieber als ein gebrochenes Herz. Der Wald und seine Wurzeln werden mir geben, was ich will. Denn ihr könnt es nicht. Der Wald kann es. Er liebt mich. Der Wald hat jene Kraft, die ihr nicht habt. Der Wald hat den Mut, mir zu geben, was ich will. Doch ihr seid dafür zu feige. Denn die Regentropfen warten auf mich. Darum vertraue ich ihnen… den Regentropfen... sie werden stets für mich da sein.