jener sonnabend nachmittag gestaltete sich als ausserordentlich niederschmetternd. Ich hatte nach längere abstinenz einmal wieder meine eigenen vier wände afgesucht, nachdem ich meine pflegekatzen mit ausreichend nahrung versorgt hatte. nun saß ich in meinem sessel und wollte die wohnung aufräumen. ich räumte alles beiseite, was in greifbarer nähe des sessels stand. Zum aufstehen war ich zu faul. den plan aufzuräumen, verwarf ich alsbald wieder. schließlich war es meine wohnung und ich durfte sie ruhig in ihrem desolaten zustand belassen, wenn mir der sinn danach stand. und nach etwas anderem stand er mir nicht.
am abend war ich zu einer party eingeladen zu der ich keine motivaton empfand. Keine aufregung, keine vorfreude, nichts. Ich sollte daheim bleiben und ein buch lesen. Warum sollte ich dort hingehen? Was würde die anderen gäste von meiner anwesenheit haben? Nichts! Vermutlich würde ich ihnen lediglich auf die nerven gehen, ich hatte ohnehin keine lst auf leute, wenn in dieser stimmung noch geringfügige mengen alkohol dazu kämen, würde ich einen sehr miegelaunten gast abgeben. und so kam es auch…
wir verabredeten uns mit lara und dr. klein, bei eben jenem doktor uns zu dritt zum vorglühen einzufinden. Die stimmung relaxt, nahezu gut. Lara hatte einen abscheulichen billigwein mitgebracht, den ich mit ihr trank und den seltsamen geschmack mit billigem bier hiunterspülte. Zwei stunden später brachen wir auf. In einem supermarkt, wo noch die notwendigen mitbringsel erworben werden sollten, machte lara bereits den eindruck, in sich zusammen zu fallen wie ein nassgewordernes papierschiffchen. sie ließ sich nach hause bringen und verzichtete auf die party. sie tat gut daran.
das ich noch mit fuhr lag wohl einzig und alleine daran, das ich ohnehin schon in dr. kleins auto saß und wenn ich schon dabei bin, naja, dann fahre ich halt mit.
die gastgeberin freute sich (zu früh) sehr über unser erscheinen. es gab nudelsalat, undefinierbare fleischlößchen und andere partytypischen lebensmittel in großen mengen. mir war von laras wein ohnehin schon übel, also aß ich einiges von dem kunstvoll dargebrachten.
Später am abend verfiel ich eine diskussion mit einer dürftig bekannten, die unbedingt schon früher mit mir mal über was auch immer philosophieren wollte. sie arbeitete als altenpflegerin und hatte massive probleme damit zu verstehen, das nur weil sie älteren menschen die treppe hinaufhalf oder ihnen das essen ans bett brachte, das diese menschen für die geschchte des universums ebenso überflüssig waren wie sie und ich auch. sie regte sich fürchterlich über meine äusserungen auf, was mich dazu veranlasste, sie ein wenig zu provozieren. es ist doch immer wieder herrlich zu beobachten, wie unfähig die meisten menschen sind, die sinnlosigkeit ihrer existenz einzusehen.
als ich später irgendeine teure figur aus dem regal des freundes der gastgeberin stieß (es war tatsächlich ein unfall), reagierte dieser ziemlich aufgebracht, da irgendetwas von irgendeiner figur abgebrochen war. ich erklärte ihm, das ich ihm mit hilfe meiner versicherung zu einem schadenersatz verhelfen werde. das lehnte er ab und warf mich kurze zeit später hinaus… verstanbden habe ich das alles nicht. wo gehobelt wird, da fallen nunmal späne und wenn sich 12 leute auf 10 m² tummeln, können diese späne ziemlich groß werden, es sei denn, der gastgeber wäre so schlau gewesen, seine edelhölzer vorher zu sichern…
ich ging fröhlich durch die nacht nach hause, verspeiste auf dem ein paar cheeseburger und war zufrieden. das erste mal an diesem abend, denn eine nachtwanderung ist ohnehin durch nichts zu toppen. abgesehen von der tatsache, das ich bekleidet war. ich befand mich mitten in einer stadt und wollte weiterem ärger aus dem wege gehen…
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